Conbericht zur CuBurg

Vom 7. bis 9. März fand das Con “CuBurg” in der Tannenburg statt. Es handelte sich um einen Con des Kupferlagers und eingeladen waren ausschließlich Kupferne, ausgewählte Freunde und Gaukler.

Eingeladen wurde zur Begehung des Frühlingsfests und anlässlich der Rückkehr des Burgherrn Schattenmeister Ihscherador.

Bekanntmachung und Werbung des Cons erfolgten fast ausschließlich über das Drachenfestforum. Als Nichtkupferne bestand die Möglichkeit, den Con als GSC zu besuchen. Die Definition GSC umfasste in diesem Fall, dass es sich um normale Spielercharaktere handelte, sie jedoch nicht offen Kupfer, die Kupferne Religion oder Hierarchie ankreiden oder beleidigen dürfen.

Die Anmeldung erfolgte per PN im Forum mit allen wichtigen Angaben, wie beispielsweise Einschränkungen beim Essen. Eine interne statistische Auswertung dieser Angaben ergab, dass mehr als ein Drittel der Conbesucher Einschränkungen beim Essen angegeben hatten. Diese Einschränkungen umfassten sowohl Veganer, Nussallergiker als auch „Mehr-Fleisch“-Wünsche.

Als kleine Überraschung gab es vor dem Con Post von der Orga. Diese enthält sowohl einen OT-Brief mit weitergehenden Informationen als auch eine IT-Einladung. Die Einladung war schön geschrieben, eine Blüte beigelegt und mit Siegelwachs versiegelt.

Vorbereitung

Da für mich bereits nach dem letzten Kupfer-Con klar war, dass ich nicht nur 2014 beim Drachenfest bei Kupfer sein würde, sondern dass auch die Kupfernen wirklich tolle Mitspieler und Mitspielerinnen sind und die Kupfer-Cons Spaß machen, habe ich für mich persönlich noch einige Vorbereitungen getroffen.

Dazu gehörte, dass ich dieses Mal nicht in der Gewandung einer Waldläuferin aufgetaucht bin, sondern offen Kupferne Kleidung, wenn auch sehr schwarzlastig, samt Kupfersymbolen getragen habe.
Desweiteren habe ich Flann gefragt, inwieweit ich bzgl. Deko oder Ähnlichem noch helfen könne und habe daher dann noch knapp zwei Dutzend Gürtelwimpel und eine Tischdecke mit Kupfersymbolen bzw. dem Symbol des Hausherrn, einer Elster, bestickt.

Freitag

Die Tannenburg liegt sehr mittig in Deutschland, genau an den Grenzen zwischen Thüringen, Hessen und Bayern. Die Anreise über Autobahn, dann einige Dörfer und die Straße zur Burg hinauf war bequem machbar. Insbesondere dass das letzte Stück zur Burg eine ordentliche Straße ist, dürfte die Autofahrer gefreut haben.

IT ging es dann offiziell ab 18 Uhr, wobei jedem selbst überlassen war, wie weit er sich in den Wald zurück zieht für seine Anreise und in welchen Konstellationen er anreisen würde.
Beim letzten Con war ich gemeinsam mit der Schattenfürstin abgereist, sodass wir dieses Mal ausgemacht hatten, dass sie mich vorgeschickt hatte sie anzukündigen und mich schon etwas umzusehen, da sie OT erst gegen Abend anreisen konnte.

Sairu hatte die Burg recht schnell gefunden. Sie stand am oberen Rande eines Tals, war gut ausgeleuchtet und trug offen Banner mit Kupfernen Farben.

Bereits am Freitagabend hatten wir sehr viel Spiel. Sowohl die Anreise wurde in Form einer Torwache tatsächlich richtig ausgespielt, als auch die Begrüßungen des Hausherrn Schattenmeister Ihscherador und das Nicken bzw. Verbeugen gegenüber hochrangingen Persönlichkeiten des Kupfernen Lagers.

Die Gruppe kam am Tor der Burg an. Zwei Wächter hielten die Gruppe dort auf, fragten den Erzpriester nach einer Einladung und dem Grund seines Erscheinens.
Während am vorderen Teil der Gruppe Diskussionen mit den Torwächtern geführt wurden und auch eine zweite Einladung vorgelegt werden musste, stahl sich Sairu an das Ende der Gruppe. Die Krieger, die hinten standen, nahmen sie nur am Rande wahr.
Endlich waren die Diskussionen am Burgtor beendet und die Gruppe um Erzpriester Darios, um ein Mitglied am Ende der Gruppe gewachsen, betrat die Burg. Sairu hatte ihre Einladung erst gar nicht vorzeigen müssen.

Schön fand ich, dass die angebotenen Plots so gehalten waren, dass Kupferne gut beschäftigt waren, durchaus aber auch die Möglichkeit gehabt hätten, sich nur auf Charakterspiel, Musik und Gesang zu beschränken.

Es gab keine Weltuntergangsszenarien, Untote oder Intrigen zur Absetzung des Burgherrn, sondern stattdessen Seltsamkeiten im Keller, lügende Mägde, schlafwandelnde Stallburschen und von den Spielern selbst erdachte Plots und Aufgaben.

Bereits Freitagabend ging es für meinen Charakter, der als Anwärterin irgendwie überall drin steckt und überall hingeschickt wird, hoch her. Besonders interessant war ein Besuch im Keller.

Schließlich brach die Gruppe in den Keller auf. Sie war etwas angewachsen und neben Alchemisten und Schatten befanden sich auch Paladine und Hausmägde in der Gruppe. Das Kellergewölbe war recht groß, doch neben der Kälte konnte Sairu nichts Auffälliges oder Außergewöhnliches wahrnehmen. Einige Weinfässer standen an den Seiten, Bettwäsche hing an den langen Seiten aufgespannt. Schließlich, eine Biegung weiter, konnten sie sehen, was die Aufregung verursacht hatte. Etwas Rundes, Leuchtendes bewegte sich an einer Schnur.

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kasten. Es brodelt nicht jeder sein eigenes Süppchen, sondern Funde wie der Keller werden berichtet und dann gemeinsam Lösungen gesucht. Die Gruppe, die den Keller besuchte, bestand nicht ohne Grund aus diversen Kasten.

Damit war die größte Aufregung des Tages vorbei und nach und nach begaben sich alle ins Bett. Sairu war zwar um drei Uhr morgens noch nicht müde, aber da auch bald die letzten zu Bett gingen, beschloss sie, dass auch sie sich schlafen legte. Den Schlaf würde sie brauchen, denn die Schatten hatten sich für sieben Uhr in der unteren Taverne verabredet.

Samstag

Die Nacht war etwas unruhig, da es im Schlafsaal sehr, sehr, sehr kalt war, einige Spieler erst um vier ins Bett kamen und die ersten bereits um sieben wieder auf den Beinen waren. Frühstück gab es leider erst um neun, dafür aber mit diversen leckeren Sorten Käse, Wurst, Marmelade, Ei, Obst, Gemüse, Kaffee und Tee.

Sie fand Meister Parzival beim Frühstück vor. Sie informierte ihn über die Wünsche des Erzpriesters bezüglich einer zeitnahen Untersuchung, nahm die noch benötigte Verweildauer des Alchemisten beim Frühstück zur Kenntnis und kümmerte sich darum, dass dessen Geschirr gespült wurde, um den Vorgang etwas zu beschleunigen.

Samstag war der Tag des Frühlingsfests. So kümmerten sich die Kupfernen sowohl um ihre kleinen Plots und Problemchen, als auch um die Vorbereitung einer richtigen Messe gen Abend.

Doch bevor es zur Feier am Abend kam, gab es noch eine Morgenandacht, ein Bogenschützenturnier, ein Wettstreit um die Nachfolge eines Schattenmeisters und die Untersuchung alchemistischer Gegenstände aus dem Keller. Und natürlich einen Narr und diverse Gaukler.

Der Hofnarr, der in der Andacht versucht hatte das Wort zu erheben und von den Paladinen hinaus befördert worden war, bekam anschließend seine gerechte Strafe. Großzügig erlaubte Erzpriester Darios ihm noch letzte Worte, bevor er die Strafe von zehn Peitschenhieben vollzog. Nach dem fünften Peitschenhieb war der Narr zusammengebrochen, beim siebten bewusstlos und beim zehnten wie leblos. Paladine schafften ihn beiseite und der Hofmedicus wurde gerufen.

Die ausgerufene Schattenmeisterprüfung, die für Mitglieder einer jeden Kaste offen stand, hat das Kastenspiel mit den Schatten noch weiter geöffnet. So konnten auch Priester und Paladine einen Blick auf verschlüsselte Nachrichten werfen und sich, quasi, als Schatten versuchen.

Bald versammelten sich alle, Kupferne wie Gäste, im Burghof. Die Hausherrin übernahm die Begrüßung und übergab danach dem Burgherrn das Wort. Was dieser und die Schattenfürstin zu verkünden hatten, ließ sodann alle aufhorchen. Um weitere Schattenmeister zu finden, sollte einer der Schattenmeister ausfallen, veranstalteten sie eine Prüfung. An dieser Prüfung durften alle, egal welchen Ranges und welcher Kaste zugehörig, teilnehmen. Hierzu könne sich jeder Interessierte einen Brief abholen.

Gerade dieser schöne Schattenmeisterplot hielt so einige für den Rest des Abends in Atem. Am Abend dann gab es eine wunderschöne Frühlingsmesse mit Kupfergebeten, mahnenden Worten, befeuernden Worten und einem Männerchor.

Der restliche Abend sollte mit Tanz, Gesang, Musik, Wein und ausgelassenen Gesprächen enden. Sollte. Tief in der Nacht, gegen fünf Uhr morgens, wurden im Rittersaal noch Dolchübungen und Dolchtraining vollzogen, die Sairu nur noch mit halb wachem Auge wahrnahm. Sie beneidete jene, die eine Etage unter dem Rittersaal zu schlafen versuchten, bei diesem Krach nicht um die komfortableren Betten als sie jene in der dritten Etage hatten.

Sonntag

Am Sonntag dann ging es leider wieder gen Heimat. Ich bin am diesem Tag noch etwas Geld losgeworden, da der Verkäufer, der Kupfersiegel herstellt, angereist war und ich für eine Sammelbestellung von LED-Laternen Geld beisteuerte.

Ausführlich und weniger ausführlich haben wir uns alle voneinander verabschiedet, Gegenstände auf der Burg vergessen und falsche eingepackt, die Taschen geschultert und uns auf unsere warmen Betten zu Hause gefreut.

Fazit

Kupferne sind toll. Kupfer-Cons sind episch. Und Kupferspieler sind OT genial. Was für eine tolle Con, tolle Verpflegung, tolle Organisation, spaßige und interessante Plots. Ich habe OT ein geiles Wochenende gehabt und IT sehr viel gelernt und unternommen. Episch!

One Thought on “Conbericht zur CuBurg

  1. Parzival on 12. März 2014 at 08:15 said:

    Sehr schön beschrieben :)
    Auch von mir noch einmal danke, für das schöne Spiel :)

    LG

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